Einen Wasserfall zu fotografieren ist eigentlich gar nicht so schwer – wenn man die richtige Ausrüstung hat und ein paar weitere Kleinigkeiten beachtet. In unserem Workshop “Wasserfall Foto” wollen wir jetzt zeigen, wie man das hier links abgebildete Foto selber machen kann. Das Wichtigste zuerst, man benötigt für solch eine Aufnahme unbedingt ein Stativ, da sonst das Bild auf jedenfall verwackelt. Alternativ kann man die Kamera auch auf einem stabilen Untergrund (Stein, Baumstamm etc.) positionieren.
Um einen seidigen Wasserfall zu fotografieren, ist es wichtig früh Morgens oder spät Abends an den Ort der Aufnahme zu gehen, da diese Aufnahmen mit wenig Licht besser gelingen. Den Effekt des fließenden Wassers erhalten Sie dadurch, dass eine lange Verschlusszeit von 0,5 – 3 Sekunden gewählt wird. Die exakte Verschlusszeit hängt von Faktoren wie Lichteinfall, Fließgeschwindigkeit, Wassermenge und nicht zuletzt auch dem persönlichen Geschmack ab. Also einfach mal mit verschiedenen Verschlusszeiten herumspielen. Um sich das Einstellen zu erleichtern, kann man auch den Blendautomatikmodus der Kamera verwenden. Dann die Verschlusszeit manuell wählen und die Blende wird automatisch von der Kamera gewählt. Damit das ganze eine schöne Schärfentiefe erhält, sollte man aber auf jeden Fall eine kleine Blende z.B. f22 wählen. Ebenfalls nicht vegessen sollte man den ISO Wert sehr gering auf z.B: 100 zu stellen, um möglichst wenig Rauschen auf das Bild zu bekommen.
TIP: Vermeiden Sie es bei solchen Aufnahmen den Himmel mit abzulichten da dieser bei langen Verschlusszeiten leicht überbelichtet. Profi Fotogarfen verwenden für diese Art von Aufnahmen oft einen Graufilter.
Bitte fotogarfieren Sie den Wasserfall auch ganz konventionell. Oft stellt man beim betrachten der Bilder fest, dass der Seideneffekt zwar schön ist aber auch die “normale” Aufnahme Ihren Reiz hat.
Dieser Effekt lässt sich übrigens nicht nur bei Wasserfällen verwenden. Das Bild oben ist z.B. bei Sonnenuntergang am Gardasee entstanden.

